Hochbegabung


Peter Mertingk - Coach für innere Kompetenz von (Top-)Führungskräften„Hochbegabung bezeichnet eine umfassende, weit über dem Durchschnitt liegende intellektuelle Begabung eines Menschen. In der Psychologie wird diese durch unterschiedliche Modelle unterschiedlich definiert. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass es einen Generalfaktor der Intelligenz („g“) gebe. Das Konstrukt der Hochbegabung geht davon aus, dass es zwischen verschiedenen Menschen quantitative Unterschiede hinsichtlich ihrer intellektuellen Befähigungen gibt und dass es außerdem möglich ist, Menschen hinsichtlich ihrer intellektuellen Befähigungen in eine Reihenfolge zu bringen. Als hochbegabt bezeichnet man Menschen, deren Testergebnis in einem standardisierten Intelligenztest mindestens zwei Standardabweichungen über dem Mittelwert aller Getesteten liegt; Hochbegabte sind daher per definitionem selten. Da Intelligenztests (aufgrund unterschiedlicher Aufgabenstellungen) nicht perfekt miteinander korrelieren, kann es durchaus Menschen geben, die nach dem einen Intelligenztest hochbegabt sind, nach dem anderen aber nicht. Über die genauen Ursachen von Hochbegabung gibt es keinen Konsens in der Forschung. Man geht jedoch von einer Kombination aus genetischen Einflüssen und dem sozialen Umfeld, vor allem während der Kindheit, aus.“ [1]

Um eine Hochbegabung im Sinne der Definition zweifelsfrei feststellen zu können, wird ein so genannter IQ-Test durchgeführt, der nach Alter und individueller Situation variiert. [2] Ab welcher Punktzahl ein Mensch als hochbegabt gilt, hängt vom Test ab, die Schwelle ist aber immer bei zwei Standardabweichungen festgelegt, wobei der Standardmessfehler des Tests, der immer einige Punkte nach oben oder unten ausmacht, berücksichtigt werden muss. Intelligenz ist nicht direkt messbar.[3] Die verschiedenen verfügbaren Tests erfassen je nach zugrundeliegender Theorie unterschiedliche Teilbereiche der Intelligenz. Es kommt also nicht selten vor, dass ein Mensch in zwei verschiedenen IQ-Tests unterschiedliche Ergebnisse erreicht.[4]

„Es wird von Kritikern oft darauf hingewiesen, dass es sich bei Hochbegabung wie auch bei Intelligenz um ein Konstrukt handle, das über Operationalisierungen erschlossen werde. Damit stellt sich die Frage, ob es sich bei Hochbegabung nicht vielmehr nur um ein Artefakt handelt, das nichts außer einer statistischen Erscheinung darstellt, die sich aus der Annahme ergibt, Intelligenz sei normal verteilt, und in der Realität nicht existiert. Dagegen spricht, dass in der Gruppe der als hochbegabt eingestuften Personen durchaus besondere Gemeinsamkeiten gefunden werden konnten.“[5]
Ferner wird kritisiert, dass es willkürlich sei, zu sagen, dass gerade die intelligentesten 2 % hochbegabt seien (und nicht etwa die intelligentesten 3, 5 oder 7 %). Wann jemand als hochbegabt zu bezeichnen sei, sei letztlich so schwer festzulegen wie wann jemand als „sehr groß“ oder „sehr dick“ zu bezeichnen sei[5] Zudem baut der Begriff Hochbegabung auf dem Begriff Begabung auf, der seinerseits umstritten ist.[6] Allgemein gelten damit die gleichen Kritikpunkte, die zu diesen Themen geäußert werden, auch für die Hochbegabung.

Beachten Sie zudem, mit der Theorie der multiplen Intelligenzen[7] wurde von Howard Gardner in den 1980er Jahren eine Intelligenztheorie entwickelt, die besticht. Nach Howard Gardner´s Überzeugung reiche der klassische Intelligenztest nicht aus, um die Fähigkeiten zu erkennen und entsprechend zu fördern, die in verschiedenen Berufen oder kulturellen Umfeldern über den Erfolg im Leben entscheiden.

Einzelcoaching für Hochbegabte

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Training emotionaler Intelligenz und Führungskräfte Coaching
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Quellen frei  nach

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Hochbegabung

[2] Hochbegabtenförderung e. V., Jutta Billhardt – Hochbegabung und Definition: http://www.hbf-ev.de/index.php?id=55

[3] David G. Myers: Psychology. Worth Publishers, 2008, S. 405–406

[4] Begabte Kinder finden und fördern – Ein Ratgeber für Elternhaus und Schule, Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

[5] Tania Konnerth, Emotionale Intelligenz: http://www.zeitzuleben.de/artikel/beruf/emotionale-intelligenz.html

[6] Thorsten Bultmann: Die Eliten und die Massen. Kritik eines bildungspolitischen Stereotyps: http://www.bdwi.de/texte/98571.html

[7] Theroie der multiplen Intelligenzen nach Howard Gardner:  https://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_multiplen_Intelligenzen